Hm, naja. Es folgt der erste Pflicht-Eintrag. Die ursprüngliche Einleitung des Eintrags wurde wegen teils kritischen teils empörten Stimmen breiter Volksschichten entfernt. Es wurde eine Ethik-Kommission gegründet, die über das weitere literarische Auftreten den Autors in der Öffentlichkeit entscheiden wird. (jk)
Am letzten Mittwoch habe ich Astrid und Sebbe genötigt sich mit mir das Konzert von Futures of the left im köllner Tsunami-Club anzusehen.
Vorn weg ist zu sagen das das Quasi-Debüt Curses definitiv zu meinen Must-Have Alben gehört. Future of the left gingen 2005 aus Mclusky hervor, musikalisch läßt sich das, wie ich finde, auch klar erkennen (man höre sich Manchasm an). Mclusky zeichnet sich für mich aus durch eine faszinierende Mischung zwischen aggressivem Gesang,perfekt inszenierten Drumset und “Lärm” auf der einen und “harmonischen”, teilweise eingehenden Melodien und eine durchgehende Spannung auf der anderen Seite aus. Bei Future of the left mein ich etwas mehr Kreativität zu hören, wobei ich Curses noch nicht mit do dallas quergehört habe (ach, die liebe Zeit getrennt von der Stereo-Anlage ist schon hart). Um mich ordentlich vorzubereiten habe ich mir volle 3h vor dem Weg zum Konzert das Album auf den iPod gezogen und meine inEars gequält. Die Playlist zusammen mit Animal Collective lief dann bis zum Starbucks durch.
Ich habe mich schon geärgert Mclusky nie live sehen zu können und bin deswegen mit einer großen Portion Vorfreude an die Sache rangegangen. Nun mal chronologisch. Astrid, Sebbe und ich haben uns erfreulich pünktlich um 20:00 im Starbucks im HBF getroffen um uns vorsorglich mit Koffein zu stärken. Wieder pünktlich um 21:00 haben wir dank Astrids Hilfe dann auch den Laden gefunden und waren die ersten
Macht ja nix. Überspringen wir die erste Stunde.
Mit schätzungsweise 60 Leuten haben wir dann die Vorband über uns ergehen lassen. Ok, so schlecht wie die “Vorband” vom Animal Collective Konzert wars nicht, aber trotzdem anstrengend. Ich weiß nicht mal wie die heißen, ich nenn sie mal Klaus Kinski Memorial Kapelle. Musikalisch öhm, für mich eine Mischung zwischen Ost-Punk und… hm. Es war eintönig und unkreativ, aber ok AC/DC, Modern Talking und “moderne” Metallica Alben kommen auch mit wenig aus.
Mit leuchtenden Augen wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum und einem frischen Kölsch in der Hand wartete ich auf Future of the left. Und das länger als 0,33l. Naja auf dem Weg zu der Toilette traf ich einen nervösen und verlassenden Gitarristen vor der Tür und den Rest der Kombo am Waschbecken. Motiviert hörten sie sich nicht an.
Als es dann endlich los ging, wie auf dem Album mit “The lord hates a coward” war das allerdings vergessen. Akustisch war das trotz des verhältnismäßig bescheideten Equipment wirklich fett (ein Adjektiv was ich auch nur bei Essen und Klangbeschreibung verwende). Das Publikum saugte die Klänge gierig auf und ging bereits nach wenigen Takten voll mit. Dies leider nicht zur Freude von “Falco” der sich nach dem Lied beschwerte, dass ein Fan gegen sein Mikrofon gestoßen hätte und drohte ihm Prügel an. Dies wiederholte sich nach dem zweiten Lied erneut, was für eine gewisse schlechte Stimmung sorgte. Ich sorgte mich allerdings eher darum, dass der Sänger Axel Rose Allüren entwickelt und die Show schmeißt. Aber sie haben es auch ohne geschafft. Ich muss ehrlich sagen das ich ziemlich enttäuscht war. Musikalisch war es großes Tennis, stimmungsmäßig waren alle gut drauf, bis auf “Falco”. Die Stücke wirkten teilweise lieblos runtergespielt. Insgesamt hatte ich das Gefühl man wolle das Lineup runterspielen und weiter Bier trinken gehen. Falco betonte, dies sei die kleinste Bühne, auf der er gespiel hätte. Aber ich finde für einen Vollblut-Musiker (Phrasen sind was feines) sollte es wurscht sein ob man vor 50 oder 5000 Leuten spielt.
Nach dem letzen Lied riefen die Zuschauer nach einer Zugabe, und ich war schon überrascht das es eine gab. Eingeleitet mit den Worten, dass es das letzte Lied sei. Und das sie auch keine anderen Lieder mehr haben. “Don’t waste your breath”, und dass sie sehr traurig sein würden wenn wir noch eins haben wollen weil sie das nicht erfüllen können. Aber dafür würden sie es 5 Minuten lang spielen. Naja, der einzige der Spaß an den Abend hatte schien der Gitarrist zu sein, der bei der Zugabe nochmal alles gab. Retten konnte er den Abend für mich nicht, aber ich werde zum Konzert seiner Nachfolgeband gehen.
Wobei der Frust nach einem lecker großen Jever schon merklich abgebaut wurde. Zurück im Büro (ja ich schlafe im Büro, weil ich kein Zuhause habe :p ) wurde der Abend dann doch noch richtig nett da man die Nacht mit CDs und Gesprächen verbrachte. Micha: lass dir bitte Boxen zum Geburtstag schenken und stell sie in dein Zimmer!
Wow, das ist jetzt aber was lang geworden, nachts kommt man immer ins labern. Mal sehen was Pascal zum Konzert schreibt.
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5 Kommentare





hey, da stehen noch 2 Boxen in der Ecke rum, die kannst Du gerne haben. Die eine hat zwar keinen Bass mehr, aber besser als nix, oder ? Vielleickt merkt man das im Stereo Bild ja gar nicht.
Micha
Wie “Pflicht-Eintrag”? du hast behauptet Konzertberichte zu bloggen und ich hatte lediglich daran erinnert. Hättest du ja auch ignorieren können, so wie ich den “Blondie” teil bis heute nicht geblogt habe. Den etwas harschen Einstieg hast du ja aber noch schön gerettet
Die Klaus Kinski Note hätte ich persönlich ja noch einen hauch mehr betont, aber das ist schließlich Geschmackssache. Wobei man zugegebenermaßen mit der Vorband nicht viel mehr vernünftiges Anfangen als sie zu ignorieren.
Ja ja, nachts geschriebene Texturen werden immer eher mal leicht länglich… kenne ich irgendwoher.
Viel länger hätte das Konzert in anbetracht des Liedgut Mangels eh nicht dauern können und äh ja… philantrop wie ich bin hätte ich mir auch gewünscht das die Band noch mehr, oder überhaupt ein bisschen, spaß gehabt hätten, aber geht auch so.
Ich fand den Abend prima!
Ganz ehrlich gesagt hatte ich wenig Lust dieses Konzert zu verbloggen. Nach einer Stunde “Schlaf” war ich dann bischen aggressiv weil ich müde war und habe mir Future of the Left angehört. Und dies dann fast 3 Mal, weil das Bloggen so lange dauerte. Nachts schreiben ist wirklich zu lang, wundert mich, dass es jemand zu Ende ließt, ich glaub ich machs lieber nicht.
Klaus Kinski, hm naja was soll ich sagen. Mir hats halt wenig Gefallen und im Vergleich zu anderen Band sind sie vieleicht ein wenig banal, aber sie hatten Spaß. Deswegen wollte ich sie nicht völlig durch den Kakao ziehen.
Die Stücke hätte man vieleicht ein wenig in die Länge ziehen können, und wie gesagt Spaß an der Sache wär nicht so falsch, warte wie gesagt noch auf die Erfahrungen von Pascal. Ich stimme aber zu, dass wir den Abend noch gut gerettet haben. Und jetzt Donnerstag hab ich “eigendlich” frei
Edit: Micha wieder vergessen. Hast dich ja nach dem Eintrag den Tag über rar gemacht. Mit den Boxen war nur ein schöner Traum… Wobei wenn du die iq3 noch so schlecht findest kauf ich sie dir fürs büro ab, oder wir tauschen gegen meine Cantons, auch regalboxen und mit WAF!
Überraschend was für Einfluss man übt… Bloß die Formulierung “breiter Volksschichten” passt mir noch nicht so ganz.
Wer sitzt denn in dieser Ethik-Kommission?
Wer/Was ist (jk) ? [auf die Gefahr hin hier desaströses Unwissen zu outen]
Donnerstag frei? Welch übertriebener Luxus
Ich werd aber glaub ich auch ausschlafen, hab erst ab 9:00 Uhr Vorlesung…
Schlafen wird überbewertet!
*blubb*
der rest ist schweigen…doch nicht…wozu kann man eigentlich editieren aber nicht löschen?
Also nur so weil ich das zufällig eh grad überlegt habe.