Privat

der Trend zu Bio-Produkten nimmt wohl kein Ende. Im jedem Supermarkt stehen mitlerweile pastellfarbene Verpackungen mit BIO aufdruck. Mein Vorurteil, dass dieses Zeichen für schlechten Geschmack zu überteuerten Preisen steht habe ich seit dem Kontakt mit Fair gehandeltem Kaffee nicht wieder überdacht. Die einzige Ausnahme waren Fertiggerichte, die man in der Pfanne zu neuem Leben erwecken kann, die schmecken teilweise richtig gut. Warum ich das ganze erzähle, am samstagigen Einkauf einer großen Ladenkette mathematischen Names sah ich an der Kasse ein Stapel Six-Packs, was schon was merkwürdig war, weil ich an der Kasse nur Schokolade, Kaugummis und billigen Rum erwarte.

Bei diesem Bier handelte es sich um Bier einer Stralsunder Brauerrei unter dem Namen Störtebecker. Die Homepage bewirbt es als “Das Bier der Gerechten”. Dieser Eintrag sollte eigendlich ein Verriss gegen Bio Produkte werden und den zunehmenden Einfluss von Pseudo-Moral auf unser tägliches Leben, aber bei der Recherche stieß ich auf interesannte Informationen zu dem Thema. Trotz strengen Reinheitsgebot ist anscheinend nicht wirklich geregelt was mit den einzelnen Rohstoffen vorher gemacht werden darf. Bio-Bier verzichtet auf Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel. Das die Bauern “fairere” Preise bekommen und die Rohstoffe aus der Umgebung der Brauerrei gewonnen werden ist bestimmt in irgendeinen Öko-Grundgesetzen verankert, interessiert mich persöhnlich allerdings nicht. (Kommentare hierzu kann man sich sparen).

Was ich allerdings als dicken Pluspunkt für BIO-Bier sehe, ist das nicht nur die Randgruppe der Ökos, Globalisierungsgegner und Weltverbesserer unterstützt wird, sondern auch die Gruppe der Leute die Vielfalt mögen, wozu ich mich zählen möchte. Neben dem ganzen Bier-Mischgetränken für Kinder und abgeschwächten Varianten für Frauen (und Hamburger Arbeitskollegen, scnr) wird es Zeit wieder alte Biersorten und Biersorten mit mehr statt weniger Geschmack zu etablieren. So finde ich die Vorgehensweise der Öko-Brauereien lobenswert, und werde mal sehen mir ein Dinkel-Bier zu besorgen. Vieleicht findet sich ja eine Konkurrenz zu meinem derzeitigen Lieblingsbier.

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Datum: Sonntag, 9. Dezember 2007 um 14:39 Uhr von Knut Fischer
Themengebiet: Privat Trackback:Trackback-URL
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