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Nach dem der geplante Weltuntergang ausgeblieben ist, ist es doch an der Zeit sich ein wenig mit IPv6 zu beschäftigen. Mein Ziel:

  1. IPv6 Tunnel beantragen und einrichten
  2. IPv6 Subnetz einrichten und auf Rechner im LAN verteilen
  3. Automatische Adressvergabe
  4. Andere Devices ausprobieren (WLAN, Android)

Als Hardware steht ein TP-LINK mit Backfire zur Verfügung. Die Clients sind 7, Ubuntu 11.4 und .  Bisher habe ich Schritt 2 so gut wie abgeschlossen. Allerdings nervt die manuelle Adressvergabe, so dass ich mich erstmal mit einem Client zufrieden gebe und die anderen Systeme erst nach Schritt 3 anbinden werde. Es folgt die Anleitung wie ich vorgegangen bin:

Teil 1: Tunnel einrichten

Als Provider für den IPv6 Tunnel habe ich mich für SIXXS entschieden. Auf der Seite kann man einen IPv6 Tunnel beantragen. Als Begründung habe ich “educational purposes” angegeben. Alle Anfragen gingen damit durch. Als erstes erstellt man einen Account bei SIXXS, dann beantragt man einen Tunnel. Ich brauche einen “dynamischen Tunnel über aiccu” da ich den Tunnel hinter meinem normalen IPv4 Internet Anschluss betreiben möchte. Als PoP habe ich NetCologne ausgewählt.

Auf dem OpenWRT werden diese Pakete benötigt:

opkg update
opkg install kmod-ipv6 kmod-ip6tables ip6tables ip kmod-tun aiccu radvd ntpclient

Damit der Tunnel funktioniert muss die Uhrzeit mit dem sixxs server übereinstimmen. Dazu verwendet man am besten NTP. Mit luci-app-ntpc lassen sich die Einstellungen auch in der Oberfläche vornehmen. Ich nehme immer die beiden NTP Server ntp1.ptb.de und ntp2.ptb.de

Als nächstes konfigurieren wir aiccu. Aiccu ist ein Tool von sixxs, welches sich um den Aufbau und den Update des Tunnels kümmert.

uci set aiccu.@aiccu[0].username=SIXXS-Username
uci set aiccu.@aiccu[0].password=SIXXS-Passwort
uci set aiccu.@aiccu[0].tunnel_id=TXXXX
uci set aiccu.@aiccu[0].protocol=tic
uci set aiccu.@aiccu[0].server=tic.sixxs.net
uci set aiccu.@aiccu[0].interface=sixxs
uci set aiccu.@aiccu[0].defaultroute=1
uci set aiccu.@aiccu[0].nat=1
uci set aiccu.@aiccu[0].heartbeat=1

uci commit aiccu
/etc/init.d/aiccu enable
/etc/init.d/aiccu start

Die Werte für username, password und tunnel_id müssen natürlich angepasst werden. Es schadet nicht, den Router an dieser Stelle kurz durchzustarten.
Damit ist die Einrichtung im Grunde schon fertig. Im Log (befehl: logread) sollten diese Meldungen auftauchen:

Jul 14 13:14:06 gw local7.info syslog: Succesfully retrieved tunnel information for TXXXX
Jul 14 13:14:06 gw local7.info syslog: AICCU running as PID 1411
Jul 14 13:14:06 gw user.info kernel: sixxs: Disabled Privacy Extensions
Jul 14 13:14:07 gw local7.info syslog: [AYIYA-start] : Anything in Anything (draft-02)
Jul 14 13:14:07 gw local7.info syslog: [AYIYA-tun->tundev] : (Socket to TUN) started

Testen können wir den Tunnel mit ping6 heise.de oder ping6 sixxs.net. Damit haben wir Step 1 hinter uns gebracht. Als nächstes brauchen wir ein IPv6 Subnetz bei SIXXS. Dummerweise kosten alle Aktionen bei SIXXS Credits und unsere Credits reichen nicht aus, um ein Subnetz zu beantragen. Das gute ist, wenn wir eine Woche warten bekommen wir 5 Credits, dann können wir das Subnetz bestellen.

Weiter gehts dann im zweiten Teil.

Quellen:

https://wiki.aseith.com/display/PROJECTS/OpenWRT+-+Lokales+IPv6

http://www.sixxs.net/wiki/Aiccu/Installing_on_OpenWRT

http://www.heise.de/netze/artikel/IPv6-Zugang-fuers-LAN-nachruesten-1260260.html?artikelseite=5

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Datum: Donnerstag, 14. Juli 2011 um 15:29 Uhr von Knut Fischer
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